Gewaltfreie Kommunikation …und mein Bauchweh damit

InBeziehungsgewalt, Victim-Blaming
herunterscrollen

Vor einigen Tagen verfolgte ich eine Diskussion in einer Facebook-Gruppe, die sich mit gewaltfreier Kommunikation beschäftigt. Es ging um eine Paarbeziehung, in der eine Frau wiederholt Erniedrigungen, extreme Wutausbrüche und Demütigungen ihres Partners erlebt. Schnell waren viele Ratschläge zur Stelle, wie die Frau die Situation verbessern könnte. Zum Teil kamen folgende und ähnliche Aussagen:

  • Was ist Dein eigener Anteil am Verhalten Deines Partners?
  • Wichtig ist, den Fokus zu verändern von „Wie konnte er mir das antun?“ (ich bin ein Opfer) zu „Warum habe ich das mit mir machen lassen?“ (ich bin mitbeteiligt und mitverantwortlich)
  • Wie trage ich selbst dazu bei, dass wir in einer Täter-Opfer-Spirale bleiben?
  • Vergebung ist wichtig, um sich zu lösen.
  • Was gibt mir diese Beziehung? Warum brauche ich sie?
  • Ich muss Verantwortung für die Beziehung übernehmen.
  • Zwiegespräche führen wäre hilfreich.
  • Warum verhält er sich so? Wie kann man ihn ändern? Wie versteht man die Hintergründe seines Verhaltens? Woher kommt seine Wut?
  • Dem anderen sollte keine Schuld gegeben werden für sein Verhalten. Er sollte nicht als Täter benannt werden.
  • Man sollte es nicht zu persönlich nehmen und die Perspektive wechseln.
  • Du solltest klare Grenzen setzen.

Beim Mitlesen des Threads bekam ich arge Bauchschmerzen und starke Gefühle von Widerstand.

Ich selbst habe mich auch schon mit gewaltfreier Kommunikation beschäftigt und Zwiegespräche mit meinem Partner geführt. Daneben habe ich viele Bücher gelesen, die den Schwerpunkt auf die eigene Verantwortung für den Verlauf einer Beziehung legen (z.B. „Liebe Dich selbst und es ist egal, wen Du heiratest.“) Auch eine Paartherapie hatte ich schon in Betracht gezogen.

Ich bin sicherlich keine Fachfrau für diese Themen und bin nicht so tief in die Materie eingestiegen, dass ich qualifiziert darüber urteilen kann. Dennoch erlaube ich mir, die Hintergründe für mein ungutes Bauchgefühl zur Sprache zu bringen:

Wesentlich für eine Lösung aus einer destruktiven Beziehung oder Gewaltbeziehung ist meiner Erfahrung nach, die Verantwortung und das Schuldgefühl für das Verhalten des Partners und für den Verlauf der Beziehung hinter sich zu lassen. Das Gefühl „Ich bin verantwortlich“ oder sogar „Ich bin Schuld“ ist ein entscheidendes Motiv, die Beziehung zu erhalten. Grund: es suggeriert, dass es noch Möglichkeiten gibt, an der Beziehung etwas zu ändern, wenn ich meine Einstellung und mein Verhalten verändere.

Damit wird auch ein weiterer Punkt deutlich: Opfer von Beziehungsgewalt empfinden sich selbst oft nicht als Opfer. Im Gegenteil. Sie empfinden sich als Täter. Dies wird auch vom Täter immer wieder bestätigt. Die innere Verwirrung des Opfers kann so weit führen, dass man noch Jahre nach einer Trennung zweifelt, ob man nicht doch mitschuldig war, gedemütigt oder geschlagen zu werden und ob das Verhalten des Partners damit nicht irgendwo nachvollziehbar und berechtigt war. Wesentlich ist also, sich selbst als Opfer zu erkennen und anzuerkennen und den Partner als Täter zu entlarven.

Vergeben und Verzeihen ist eine weitere gefährliche Komponente im Zusammenhang mit Beziehungsgewalt und Missbrauch. Der Wunsch zu vergeben kann das Erlebte verschleiern und vor einer nachhaltigen Auseinandersetzung mit der erlebten Gewalt schützen. Vergebung wird häufig als ein sehr erstrebenswerter Geisteszustand dargestellt. Bei Beziehungsgewalt kann Vergebung aber in der Beziehung halten – sogar nach einer Trennung. Dem anderen das angetane Unrecht immer wieder zu vergeben und zu verzeihen kann bedeuten, dass man nicht für sich selbst einsteht. Hier kannst Du mehr dazu lesen.

Sich abzugrenzen und deutliche Grenzen INNERHALB der Beziehung aufzuzeigen oder für Verständnis zu kämpfen, hält ebenfalls in der Beziehung. Auch nach einer Trennung bleibt die Beziehung erhalten, wenn immer noch ein Wunsch nach Verständnis von Seiten des Partners da ist.

Umgekehrt ist es ebenso schädlich, Verständnis für den Partner entwickeln zu wollen und sich zu fragen, warum er sich so verhält und was in ihm die Neigung zu extremer Wut und Gewalt ausgelöst hat. Damit wird sein Verhalten gerechtfertigt und nicht in seiner Schwere erkannt. Das destruktive Verstrickungsmuster mit dem Partner wird nicht aufgelöst.

Wenn ich das Verhalten des Partners nicht zu persönlich nehme und meine Perspektive wechsele, hilft mir das vielleicht vorübergehend. Ich bleibe aber auch hier IN der Beziehung und gebe damit unterschwellig eine Zustimmung zum Verhalten des Partners. Der Gewaltkreislauf wird damit nicht durchbrochen. Mit diesem Verhalten stehe ich nicht für mich und meine Gefühle von Missbrauch ein, die genau so berechtigt sind. Ich verändere mich, aber der andere macht früher oder später so weiter wie bisher.

Die Frage „warum habe ich das mit mir machen lassen?“ sollte erst gestellt werden, wenn man die Beziehung schon eine längere Weile hinter sich hat. Dazu möchte ich sagen, dass es durchaus Gründe geben kann (!), warum man in einer solchen Beziehung landet. Meine bisherige Erfahrung durch die Beschäftigung mit dem Thema bestätigt mir aber immer häufiger, dass es JEDEM/R passieren kann. Es muss hier nicht zwangsläufig irgendeine Störung aus der speziellen, familiären Vergangenheit der Betroffenen eine Rolle spielen. Stattdessen durchziehen unsere gesamte Gesellschaft Muster von Liebe, Beziehung, Familie und Geschlechterzuschreibungen, die zu seelischer und körperlicher Gewalt in einer Beziehung führen können. Dass es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt, wird auch deutlich, wenn man sich die schiere Anzahl betroffener Frauen zu Gemüte führt (jede 4. Frau ist betroffen). Die Suche nach den Gründen bei sich selbst, ist daher nicht unbedingt zielführend, sondern kann zu einem verdeckten Victim-Blaming beitragen.

Mein Fazit (subjektiv)

Eine Gewaltbeziehung lässt sich nicht verbessern. Wenn einmal Gewalt in einer Beziehung ausgebrochen ist (damit meine ich seelische und/oder körperliche Gewalt), ist Trennung die einzige Lösung. Verhaltensmuster, die in normalen Beziehungen helfen, helfen in einer Gewaltbeziehung nicht, sondern können die Verstrickung sogar verstärken. Methoden zur Verbesserung der Beziehung wie z.B. Zwiegespräche, GFK, Paartherapie, Mediation und auch viele Ratgeberbücher zu dem Thema, verschleiern und verwässern die Tatsache, dass es sich um Gewalt handelt, die von EINER Person ausgeht. Daher können Methoden, die die Verantwortlichkeit beider Partner ansprechen, nicht weiterführen. Die gewaltausübende Person hat im Übrigen eher selten ein Einsehen und den Bedarf, sich zu ändern. Sie/er kann die genannten Methoden stattdessen geschickt nutzen, um dem Partner weiterhin das Gefühl zu geben, er sei schuld und verantwortlich. Die klare Wahrnehmung der Situation wird damit weiter erschwert.

Für die Loslösung aus einer Gewaltbeziehung ist es daher ganz wesentlich eine klare Haltung zu entwickeln, nicht mehr alles zu verstehen, nicht mehr lieb zu sein und stattdessen unbequem zu werden und sogar in Kauf zu nehmen, dass ein anderer unangenehme Gefühle bekommt oder sich sogar verletzt fühlt. Menschen, die Beziehungsgewalt erlebt haben, sollten lernen, sich deutlich abzugrenzen, sich nicht mehr um alle anderen zu kümmern und sich nicht mehr nach den Motiven der anderen zu fragen. Sie sollten lernen, sich in erster Linie um sich selbst zu kümmern, sich selbst in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen und mit all ihrer Kraft für sich selbst einzustehen.


Bild: Pixabay, Efraimstochter

13 Kommentar

  1. Du hast sowas von recht!!!! Radikale Trennung ist die einzige Lösung. Glücklich ist, wer keine Kinder aus so einer Beziehung hat und damit den Kontakt komplett und für immer abbrechen kann. Leider reden da viele Leute mit die keine Vorstellung davon haben. Bitte mach weiter so

  2. Liebe Rona, danke! Du bringst es auf den Punkt. Obwohl ich mich irgendwie immer noch schuldig fühle oder unfähig, weil ich mich nicht eher gewehrt habe. Ich habe erst spät gelernt, dass es zur Lebensaufgabe gehört, zu lernen, wie man sich wehren kann. Dort, wo man einem anderen Menschen zu viel Raum gibt, kann es passieren, dass sich der andere diesen Raum auch nimmt, und die eigenen Grenzen immer mehr übertritt, Stück für Stück. Zu lernen, das eigene Territorium zu verteidigen, gehört zum Menschsein mit dazu. Trotzdem glaube ich, dass man keine Verantwortung trägt, wenn man nicht gelernt hat, sich zu wehren. Die Verantwortung für die Gewalt trägt immer derjenige, der die Grenzen übertritt, nicht derjenige, der sie nicht verteidigt..

  3. Du sprichst mir aus der Seele. Als der Ex auch nach GFK und Zwiegespräch und Paartherapie immernoch sagte, ich sei Mitschuld, weil ich ihn provoziert hab (was ich nicht hab, bin lediglich für mich eingestanden), dämmerte mir, dass es nichts anderes zu tun gibt, als zu gehen. 4 Jahre Himmel und Hölle…

    Was ich überhaupt nicht verstehe, weshalb das Thema bei Therapeuten so unbekannt ist. Hab 2 Therapeutinnen während der Beziehung gehabt, weil ich nicht aus noch ein wusste und beide wollten die Beziehung retten und mir meine Anteile daran klar machen. Die eine sagte sogar mal ich könne froh sein, so einen tollen Mann zu haben.

    Meine Anteile/Muster sind mir erst durch re-empowerment klar geworden. Das Krankhafte ist nicht das eigene Verhalten innerhalb einer Gewaltbeziehung, sondern schlicht nur das in der Beziehung bleiben. Jede einzelne Ausrede darin zu bleiben hat was krankhaftes. Trennung ist der 1. und einzige Schritt wieder gesund zu werden.

    • Liebe Berenike,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich habe auch einige Berater/Therapeuten erlebt, die in die falsche Richtung unterstützt haben und ich höre das immer wieder. Ich glaube, das Thema Beziehungsgewalt – insbesondere wenn nicht geschlagen wird – ist ein ganz eigenes. In diesem Fall reicht Zuhören und Analysieren nicht. Es braucht eine klare Ansage, dass nur eine Trennung hilft, auch wenn Trennung der gefährlichste Zeitraum in einer solchen Beziehung ist.

      • Liebe Rona,

        Das es für einen Therapeuten schwer ist die Beziehungsdynamik zu durchschauen, wenn keine körperliche Gewalt stattfand, kann ich noch einigermaßen verstehen. Doch bei mir hatte sie ja stattgefunden und trotzdem hat sich die eine Therapeutin vom Charme des Ex einlullen lassen und konnte nicht mehr klar sehen. Mein Hilfeersuchen aus der Beziehung raus zu kommen hat sie belächelt und irgendwie als überdramatisiert gewertet. Das wurmt mich immernoch, weil ich dadurch immer wieder an mir selbst zweifle und mich frage ob ich doch alles falsch sehe.

        Wir Phönix-Frauen müssten vielleicht mal Fortbildungen für Therapeuten anbieten Das ist doch eine gute Idee!

  4. Hallo liebe Autorin,

    Ich beschäftige mich seit mehreren Jahren intensiv mit der GfK. Ich möchte dich bloß gerne wissen lassen, dass ich es gut finde, dass du bei den von dir zitierten Sätzen Bauchschmerzen bekommst. Das zeigt, dass du dich nicht vergackeiern lässt. So wie ich es sehe, ist das, was du hier in deinem Artikel dargelegt hast, näher an dem, was die GfK meiner Meinung nach versucht rüberzubringen, als die Sätze, die du oben drüber zitiert hast.
    Ich finde es etwas schade, dass dir diese obigen Aussagen als „GfK“ entgegengekommen sind. Mach bitte weiter, wie du es bisher tust. Selbst, wenn du es nicht GfK nennst, was du machst, trägst du mit deiner Arbeit den „Spirit“ der GfK in die Welt und das gefällt mir sehr gut 🙂

    Beste Grüße,
    Patrick

    • Danke, lieber Patrick. Mir ist bewusst, dass die genannten Aussagen nicht wirklich GfK sind bzw. GfK gone wrong. GfK richtig anzuwenden halte ich für äußerst schwierig, insbesondere, wenn man akut psychische oder körperliche Übergriffe erlebt. Menschen, die Opfer von Beziehungsgewalt werden, scheinen oft besonders mitfühlende, einfühlsame und verantwortungsvolle Menschen zu sein, die sich gern in Frage stellen und sich viel damit beschäftigen, wie sie die Beziehung zu ihrem Partner verbessern können (und daher z.B. GfK-Bücher lesen). Aber genau an dem Punkt muss unmissverständlich klar werden: es gibt keine Lösung IN der Beziehung. Eine Veränderung meiner Haltung ändert an der Beziehung nichts. Vor allem ist auch äußerst gefährlich an der ganzen Sache, dass missbrauchende Partner auch GfK oder Zwiegespräch geschickt missbrauchen können. Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt. GfK kann sehr, sehr wertvoll sein. Aber in einer akuten Missbrauchs- oder Bedrohungssituation zu GfK zu raten halte ich für fragwürdig. Da sollte ganz klar vermittelt werden, dass nur eine klare Grenzziehung in Form von Trennung die Lösung ist. Und es sollte erst einmal ein klares Opfer-Täter-Bild vermittelt werden, damit die Trennung überhaupt möglich wird. Später, mit Abstand, kann man dann anders und differenzierter an die Erfahrungen herangehen. Wobei man das nicht muss, wie ich finde.

      • Danke dir für deine schnelle Antwort.

        Ich finde es sehr verhängnisvoll, dass viele Leute, die die GfK lernen und sogar lehren einen wichtigen zentralen Teil dessen überspringen, den ich bei Rosenberg immer als sehr zentral wahrgenommen habe und daher selbst auch übernommen habe, und das ist der der kulturellen Programmierung – wie die Kultur uns programmiert hat zu denken und zu kommunizieren (auch mit uns selbst).

        In seinen Workshops redet Rosenberg regelmäßig über Konzepte wie Liebe, Verantwortung, Strafe, Gerechtigkeit, etc. und wie diese uns in der Kultur vorgestellt werden, oft auf eine destruktive Art.

        Ich finde es daher sehr wichtig in der GfK auch diesen Teil hervorzuheben: Menschen aus ihren alten kulturell bedingten Denkmustern zu befreien, wie z.B.
        # „ich mache meinen Partner aggressiv“ – Nein, wir haben keinen Einfluss auf die Reaktion unseres Partners. Ich bin nicht schuld und auch nicht verantwortlich für seine Reaktion und auch nicht für sein Wohlergehen. Ich bin verantwortlich für MEIN Wohlergehen.

        # „Aber er liebt mich doch“ – Liebe hier als Gefühl zu sehen ist gefährlich, weil es verzerrt, was tatsächlich in dem Gegenüber vorgeht. Unser Partner ist für seine Liebe nicht auf uns angewiesen. Der kann auch ohne mich leben.

        # „Ich sollte vielleicht einfach mehr Verständnis haben“ – Vor allem Frauen lernen in unserer Kultur, dass eine „gute Frau“ keine Bedürfnisse hat. „Sei nicht so egoistisch“, „manche Dinge muss man halt aushalten“, „das ist nichts für Mädchen“, und vieles mehr. Bei Frauen gibt es das antrainierte Problem, dass mehr Empathie zu mehr Verlust der eigenen Bedürfnisse führt. Daher würde ich vor allem Frauen gegenüber, vor allem in destruktiven Situationen, im Sinne der GfK deutlich machen wollen, dass sie ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse nicht mehr dämonisieren oder kleinreden müssen, wie es ihnen beigebracht wurde, sondern dass sie Entscheidungen treffen dürfen, die ihre Bedürfnisse sicherstellen.

        Wie geht’s dir mit diesem Ansatz? 🙂

        • Dieser Kommentar ist sehr wichtig, denn er deckt sich mit meiner Beobachtung, dass kulturelle Mythen Missbrauch begünstigen. Danke, Patrick!

  5. Liebe Rona, wenn ich deinen Artikel lese, dann fühle ich einerseits Dankbarkeit, dass Du dieses Thema aufgreifst und offen für einen Austausch bist – ich fühle mich verbunden, denn auch ich habe viel Gewalt innerhalb meiner Beziehung erfahren. Gleichzeitig bin ich auch traurig und etwas ärgerlich. Die Gewaltfreie Kommunikation ist meine Leuchtkraft, die mich durchs Leben trägt. Ich investiere seit Jahren viel Kraft, um in diese Haltung hinein zu wachsen. Dieser Artikel erinnert mich daran, dass es Menschen gibt, die Rosenbergs Werk als Methode und Technik nutzen und das macht mich ärgerlich, weil ich selbst sein Lebenswerk so sehr schätze und achte.
    Ich bin wirklich erleichtert, dass sich in Dir Widerstand und Unwohlsein regt! Mir geht es auch so und ich sehe die wunderschöne Gelegenheit, über das Wesen der Gewaltfreien Kommunikation und die Wichtigkeit von Schutz vor Gewalt in Kontakt zu kommen.
    Auch ich habe mich damals schuldig und mitverantwortlich für die Gewalt gefühlt, die ich erfahren habe. Beides hat es schwer gemacht, gut für mich zu sorgen. Aus Sicht der gewaltfreien Kommunikation steht die Selbstfürsorge im Zentrum: Gewaltfreiheit beginnt bei mir selbst! Erst wenn meine Bedürfnisse genährt sind, ich meine Anliegen wichtig nehme, meinen Schmerz mitfühlend wahrgenommen habe und meinen Gefühlen nah bin, geht es um Verbindung zum Außen. Auf dieser Basis der Selbstliebe ist es – aus meiner Sicht – nahezu unvorstellbar, dass ich Gewalt mir gegenüber zulasse, ohne mich zu schützen und nach Strategien zu suchen, die für mich sorgen. Leider ist mir diese Form der Selbstliebe damals unbekannt gewesen. Und wenn wir annehmen, dass es vielen anderen Menschen, die Gewalt erfahren, genauso geht, dann macht es die Abwesenheit von Liebe und Wertschätzung für sich selbst schwer, gut für sich zu sorgen.
    Du schreibst von Verantwortung und Schuld- in der Gewaltfreien Kommunikation zwei wichtige Begriffe. Einerseits geht es um bedingungslose Eigenverantwortung für alles, was in mir lebendig ist. Und gleichzeitig geht es darum, die Verantwortung für alles, was in anderen Menschen lebendig ist, bedingungslos bei ihnen zu lassen. Übertragen auf Gewalt in Beziehungen: Du bist für dein Handeln verantwortlich. Und ich bin verantwortlich dafür, mich zu schützen und gut für mich zu sorgen. Wenn die Bereiche auf diese Weise geklärt und die Verantwortungsbereiche abgesteckt sind, braucht es keine Schuld. Und ich möchte an einem Beispiel deutlich machen, worum es mir geht: Schuld war zwischen mir und meinen Expartner eine tragische Währung. Er brach mir drei Rippen und das Handgelenk und fühlte sich schuldig. Wer sich schuldig fühlt, ist bei sich und damit beschäftigt, die Last von Schuld zu tragen und darauf zu hoffen, dass sie ihm abgenommen wird (Entschuldigen). Das verhindert, den Schmerz des anderen spüren zu können und wahrzunehmen, was ich dazu beigetragen habe. Schuld verhindert, dass ein Mensch Verantwortung für sich übernimmt. Ich kann rückblickend nicht sagen, wie oft ich seine Entschuldigungen angenommen habe und ihn selbst darum bat- beides hat nicht dazu beigetragen, dass ich mich schützte, oder er Verantwortung für sich übernahm. Wenn ich auf einer Basis von Schuld denke und handel, fehlt mir die Kraft, um Situationen selbstverantwortlich und selbstfürsorglich zu lösen. Hätte es in meinem denken keine Schuldverteilung gegeben, hätte ich niemals angenommen, dass ich mit-schuldig wäre. Heute kann ich für mich sorgen, ohne von Schuld sprechen zu müssen. Andernfalls würde ich zurückblicken und mich möglicherweise immer noch selbst schuldig fühlen, weil ich vier Jahre blieb. Stattdessen sehe ich mitfühlend, dass ich damals keine Ressourcen hatte, um gut für mich zu sorgen. Und damit fühle ich mich freier, leichter, näher bei mir selbst. (Ob ich irgendwann einmal Mitgefühl für den Mensch empfinden kann, der seinen eigenen Schmerz auf diese Weise ausagiert hat, ist erst einmal zweitrangig!)
    Wenn wir zwischen Opfer und Täter kategorisieren, dann ist das Anliegen doch eigentlich wie oben beschrieben: Es soll einerseits dazu führen, dass das Opfer keine Mitschuld übernimmt, gut für sich sorgt und die Verantwortung für die Gewalt beim „Täter“ lässt und will den „Täter“ in seine Eigenverantwortung zurück zu überführen. Aus meiner Sicht mischt sich auch der Impuls hinein, einen anderen Menschen leiden sehen zu wollen. Wer mit Gewalt Schmerz in anderen auslöst, soll selbst leiden und Schmerz erfahren, damit er sein Verhalten nicht wiederholt. Ich habe diesen Impuls lange gehabt. Ich wollte, dass mein Expartner Leid und Schmerz erfährt, damit er endlich versteht, wie sich das für mich angefühlt hat! Rosenberg weist uns darauf hin, dass diese Verkettung von Gewalt, auf die Gewalt folgt, nicht zu mehr Gewaltfreiheit führen kann. Und gleichzeitig ermutigt er uns, bedingungslos mitfühlend mit unserem Schmerz zu sein und gut für uns zu sorgen.
    Ich bin immer wieder irritiert, für wie viele Menschen GFK scheinbar untrennbar mit „aushalten“, „diskutieren“, und Gewalt hinnehmen verbunden ist! Wenn ich Gewalt erfahre, dann schütze ich mich- ja, notfalls auch mit (schützender) Gewalt. Wenn ich jedoch Gewalt anwende, um einen anderen leiden sehen zu wollen, dann bin ich Teil von systemischer Gewalt.
    Das es IMMER gute Gründe gibt, warum Menschen in Gewaltbeziehungen bleiben, ist das Herz der gewalfreien Kommunikation. Jedes Handeln erfüllt Bedürfnisse. Jeder Mensch tut zu jeder Zeit das Beste, was er aufgrund seiner Lebenserfahrung tun kann. Das führt aber niemals dazu, dass ich Gewalt aushalte, oder einen anderen von seiner (bedingungslosen) Eigenverantwortung frei spreche!
    Ich möchte behaupten, wer sich selbst im Sinne der Haltung GFK liebt, lässt keine Gewalt an sich geschehen. Weder von Außen, noch von innen („ich verdiene es, geschlagen zu werden!“ /“Ich verdiene keine Liebe!“/ „Ich bin schuldig!“).
    Wenn wir ausserhalb von Schuld denken, dann ist die Frage: „Warum habe ich das zugelassen!“ eine wichtige, die nicht früh genug gestellt werden kann. Denn sie lenkt den Fokus auf MEINE Bedürfnisse, meine Gefühle und meinen Schmerz. Dorthin, wo ich Einfluss habe und liebevoll hinsehen kann, wie ich jetzt, unabhängig von Außen, gut für mich sorgen kann.
    Ja, ich möchte übereinstimmen: Für die Loslösung von Gewaltbeziehungen ist es wichtig, eine klare Haltung zu entwickeln: Ich liebe mich und ich werde gut für mich sorgen!Ich habe das Beste getan, was ich tun konnte und jetzt werde ich mich schützen und Strategien suchen, damit ich bekomme, was ich brauche! (Dann braucht es keine weitere Verurteilung!)
    Ich bin sehr dankbar, wunderbare, großartige GFK Trainer zu kennen, die Haltung leben, keine Methode! Menschen, die mich immer wieder einfühlsam hören und meine Bedürfnisse in den Fokus stellen – woraus eine unglaubliche Kraft erwächst. Mein Vater hat damals einen Anwalt engagiert, der meinem ehem. Partner eine einstweilige Verfügung überreichte und mich fortbrachte. Drei Tage später war ich wieder bei meinem Partner. Ja, wo Gewalt geschieht, braucht es Schutz. Und Langfristig braucht es vor allem die Liebe zu mir selbst. Ja, es hat gute Gründe, warum ich diese Beziehung nicht verlassen habe. Und die Gewaltfreie Kommunikation hat mich in eine innere Stärke und Liebe geführt, in der es undenkbar wäre, Gewalt in dieser Form geschehen zu lassen.

    Zu den aufgegriffenen Kommentaren, aus unserer Gruppe:
    – Was ist Dein eigener Anteil am Verhalten Deines Partners?
    („Was macht es Dir schwer, gut für Dich zu sorgen? Welche Glaubenssätze machen es Dir schwer, Verantwortung für dich zu übernehmen und Dich zu schützen?“- Der Formulierung an sich kann ich so nicht zustimmen!)
    – Wichtig ist, den Fokus zu verändern von “Wie konnte er mir das antun?” (ich bin ein Opfer) zu “Warum habe ich das mit mir machen lassen?” (ich bin mitbeteiligt und mitverantwortlich)
    (Die Klammer stellt für mich eine Interpretation dar. Ja, es ist wichtig, in die Eigenverantwortung zurück zu gelangen. Und ja, ich stimme zu, dass sichergestellt werden muss, dass es nicht das ist, was mein Gegenüber versteht- denn es ist nicht das, was ich sagen möchte!)
    – Wie trage ich selbst dazu bei, dass wir in einer Täter-Opfer-Spirale bleiben?
    („Wenn ich sehe, dass Du diese Gewalt geschehen lässt, dann bin ich bestürzt und hilflos. Was kann ich für Dich beitragen, damit Du dich stark genug fühlst, gut für dich zu sorgen?/ Ich kann es nur schwer aushalten, Dich so zu lesen. Ich will so gern etwas beitragen, damit es Dir gut geht- vielleicht brauche ich erst einmal selbst Empathie, um deinen Schmerz lesen zu können!)
    – Vergebung ist wichtig, um sich zu lösen.
    („Ich wünsche mir so sehr für Dich, dass Du Schuld loslassen kannst. Ich bin besorgt, dass Dir selbst Kraft für dich verloren geht, wenn Du schuldig sprichst und in dieser Energie nicht gut für Dich sorgen kannst!“)
    – Was gibt mir diese Beziehung? Warum brauche ich sie?
    („Welche Bedürfnisse erfüllt Dir diese Beziehung, dass Du bisher geblieben bist? Wie können diese Bedürfnisse so erfüllt werden, dass Du Gewalt nicht mit Dir geschehen lässt?“)
    – Ich muss Verantwortung für die Beziehung übernehmen.
    (? Lässt mich ratlos zurück. Kann ich nicht zustimmen. Geht es um eine empathische Vermutung: „Denkst Du, es sei deine Verantwortung?“)
    – Zwiegespräche führen wäre hilfreich.
    („Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es kostbar sein kann, über seine Gefühle offen miteinander zu sprechen. Ist das auch für Dich eine Option?“)
    – Warum verhält er sich so? Wie kann man ihn ändern? Wie versteht man die Hintergründe seines Verhaltens? Woher kommt seine Wut?
    („Ich werde selbst ganz hilflos, wenn ich lese, dass ein Mann eine Frau schlägt. Ich würde gern verstehen, warum ein Mensch keine anderen Möglichkeiten sieht, auf eine Not aufmerksam zu machen.“—- Wenn ich geschlagen werde, oder andere Gewalt dieser Art erfahre, dann frage ich nicht „was geht da in dir vor, was sind deine Gründe?“- ich schütze mich in aller erster Linie. Da die Themenstellerin, so weit ich mich erinnere, selbst erfahren wollte, was in ihrem Partner vorgeht, kann ich nachvollziehen, dass diese Fragen auftauchten.)
    – Dem anderen sollte keine Schuld gegeben werden für sein Verhalten. Er sollte nicht als Täter benannt werden.
    (Echte, liebevolle GFK Haltung versteht sich NIEMALS als belehrende Instanz, die uns sagt, was wir tun sollten, oder nicht tun sollten! Wenn ich mit deinem Schmerz verbunden bin, dann erkenne ich, dass Strategien wie Täter und Schuld gerade wichtig für dich sind, um gut für dich zu sorgen und dir dein Bedürfnis nach Klarheit und Schutz erfüllen. Ich bin mit deinem Schmerz und ich nehme Dir nichts von beidem weg, oder belehre Dich!)
    – Man sollte es nicht zu persönlich nehmen und die Perspektive wechseln.
    (Ich wiederhole oben: Es gibt nichts, was Du tun solltest. Ich frage stattdessen, was Du fühlst und brauchst und unterstütze dich, mit Dir und deiner Selbstliebe in Kontakt zu kommen. Und wenn Du willst, dann suchen wir gemeinsam nach Strategien, die Dich schützen!)
    – Du solltest klare Grenzen setzen.
    („Oh nein, ich bin berührt und fühle mich hilflos. Bitte schütz Dich. Die Vorstellung, dass Du es nicht tust, bringt auch mich in Not. Was kann Dir helfen? Was kann Dich dabei unterstützen?“)

    Wie geht es Dir mit meiner Antwort?

    • Liebe Hanna,

      vielen Dank für Deine lange und sehr persönliche Antwort. Ich denke/hoffe, dass trägt – ähnlich wie Patricks Beitrag – dazu bei, dass das Wesen der gewaltfreien Kommunikation besser verstanden wird. Mir geht es mit Deinen Ergänzungen größtenteils gut, bei einigen Punkten fühle ich aber auch Widerstand. Ich sehe einfach eine sehr große Gefahr des Missverständnisses von gewaltfreier Kommunikation in Zusammenhang mit Übergriffen und Gewalt in Beziehungen. Das war meiner Ansicht nach auch in der genannten Diskussion spürbar. Das Erkennen von Gewalt ist IN der Situation oft äußerst schwierig. Die tatsächliche und vor allem nachhaltige Lösung ist noch schwieriger. Dieser Prozess, zur Selbstliebe zurückzufinden und das Erfahrene für sich gut zu verstehen und einzusortieren, dauert lang und ist ein schwieriger Weg mit vielen Stolpersteinen. Ich erlebe es so, dass für diese Lebensphase eine ganz besonders gute Unterstützung nötig ist, die erst einmal Klarheit verschafft und Themen wie „dem anderen verzeihen“, „den anderen verstehen“, „den Grund verstehen, warum ich in dieser Beziehung bin/war“ außen vor lässt. Warst Du bei re-empowerment? Hier wird so etwas viel diskutiert. Mir ist dadurch im Laufe der Zeit immer klarer geworden, warum es besser, sich wirklich erst einmal ganz auf sich zu konzentrieren und ruhig auch erst einmal zu polarisieren (in Form von Täter/Opfer), um sich lösen zu können. Wenn Du magst, kannst Du ja mal die anderen Artikel lesen, die von diesem Artikel aus verlinkt sind (Links sind rot markiert). Vielleicht wird dann meine Haltung deutlicher, die ich mir lang erarbeitet habe und noch weiter erarbeiten muss. Ich glaube, wir sind grundsätzlich ganz nah beieinander mit unserem Verständnis und unserer Haltung. Für Betroffene ist dies aber je nachdem ein schwieriger Weg. GfK ist ja sowieso nicht einfach zu leben, da es vielen erlernten Mustern widerspricht. In einer akuten Gewalteskalation in einer Beziehung halte ich es daher für noch schwieriger, die Haltung der GfK so einzusetzen und zu leben, dass sie stimmig ist und nicht am Ende doch wieder mir die alleinige Verantwortung und Schuld zuweist. Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt.
      Danke für die Belebung der Diskussion!

      • Liebe Rona,
        ja- auch außerhalb dieser Situationen wird GFK häufig missverstanden, dies ist mein Eindruck. Und ein langer Weg ist es sicherlich (ein Lebensweg). Ich werde die roten Markierungen lesen!
        LG Hanna

  6. Liebe Rona,
    vielen Dank für deine unzähligen Texte, die in aller KLARHEIT immer wieder darauf hinweisen was in schmerzhaften, toxischen Beziehungen angesagt ist.
    Nämlich GEHEN!!!!

    Es ist ein total gesunder Mechanismus der Natur, wenn der Körper sich vor schmerzlichen, gefährlichen, ungesunden Situationen zusammen zieht, Herzklopfen, Entzündungen,…etc. Es ist ein Hinweis, dass der Körper in Gefahr bzw. in keiner GUTEN Situation sich befindet.

    Und ja, auch ich habe es selbst erlebt, dass das herumdoktern an solchen Beziehungen und Situationen KEINEN Sinn macht bzw. ganz im GEGENTEIL, sogar schädlich und zutiefst gefährlich ist! Gefährlich insofern, als dass man sich nur (wieder) öffnet für weitere Verletzungen, (Re-)Traumatisierungen.

    Nach jetzt ca. einem Jahr Trennung, kann ich nur sagen, das was wirklich am entscheidendsten ist in Richtung Veränderung, Heilung, Besserung, GUTE Entwicklung für einen Selbst ist: Nimm deine Füße in die Hand und laufe so schnell wir möglich davon. UND!!!! was das schwierigste ist, DREH DICH NIE WIEDER DANACH UM!!!!
    UND!!!! ALLES!!! WIRKLICH ALLES ABBRECHEN!!!!

    Das wirklich verrückte daran ist, dass es einen da dennoch immer wieder hin ziehen kann. Es fühlt sich so an, als wenn es einen MAGNETISCH förmlich da immer wieder hin zurück zieht. Als wenn es eine unglaubliche STARKE Willensstärke und STARKE ENTSCHLOSSENHEIT braucht, sich genau da nicht mehr hinzubewegen/hinziehen zu lassen.

    Dieser massive SOG, diese so starke SEHN-SUCHT nach diesem Menschen, der einem so überhaupt nicht gut tut und es auch nicht gut mit einem meint, ist nicht so stark, weil man es liebt verletzt zu werden, oder weil man es irgendwie nötig hat, oder……? Sondern weil man innerlich zutiiiiiiiefst und völlig irritiert ist, die eigene Wahrnehmung durch sämtliche Strategie-Spielchen so verdreht wurde, Gehirnwäsche vom feinsten…..

    Es ist wie wenn man sich auf einer Boje im offenen weiten Meer befindet und in seinen VER-ZWEIFEL-TEN RETTUNGS-VERSUCHEN immer wieder nach dem greifen möchte, was einem auch nur annähernd wie ein Retter er-SCHEIN-t.

    Ich glaube letztlich muss man aufwachen, aus dem Alptraum……
    Und dazu ist das allerwichtigste, als ERSTER SCHRITT (so wie ich es erfahren habe) zu GEHEN und sich Zeit zu nehmen für sich selbst!!!!

    Und der zweite und vielleicht schwierigste Schritt ist, sich nie mehr DA-NACH umzudrehen und wirklich WEITER zu GEHEN!!!! und sich GUUUT, BESTMÖGLICHST um sich SELBST und SEINE HEILUNG zu kümmern!!!!
    —> Und das braucht ZEIT, RUHE, GEDULD, LANGSAMKEIT…………um sich öffnen zu können für all die Wunden und um auch wirklich zu REALISIEREN, was da (mit einem selbst) geschehen ist.

    Eine extrem gute Unterstützung und Ermutigung ist diese DEINE SEITE HIER, liebe Rona!
    Und über Google oder You Tube, gibt es auch viele gute Infos über Narzissten und Psychopathie.

    Ja, wir sind nicht allein, das kann auch sehr heilsam sein zu wissen!

    Danke Rona für diese so unterstützende, ermutigende, klare Plattform!
    Und Danke, dass du das so OFFEN mit ALLEN teilst!!!!

Schreibe einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: