Die Pause-Taste …weil ich gesund bleiben möchte.

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Es gibt manchmal Punkte im Leben, wo sehr deutlich wird, dass ein Abschnitt zu Ende geht. Manchmal ist das wie eine Welle, die mehrere Menschen gleichzeitig ergreift. Als Alexandra Widmer von starkundalleinerziehend.de letzte Woche ihren Abschied ankündigte, konnte ich sie sofort verstehen. Denn auch bei mir kündigt sich dieser Schritt schon länger an.

Ich bin jetzt seit über 3 Jahren mit den Themen Beziehungsgewalt, Frauen-/Mütterdiskriminierung, Frauenmord (Femizid) und Leben als Alleinerziehende beschäftigt. Die Seite phoenix-frauen.de betreibe und finanziere ich seit über 2 Jahren privat. Obwohl ich schon einige Frauen beraten habe, habe ich bisher keinen einzigen Cent mit dieser Arbeit verdient und Werbung oder sponsored Posts passen bei so einem Thema nicht. Der finanzielle Aspekt ist mir aber nicht der wichtigste. Viel wichtiger ist das Gefühl der Sinnlosigkeit, das sich bei mir zunehmend eingestelllt hat.

Bei mir selbst konnte ich feststellen, dass es mich immer tiefer in einen depressiven Angstkreislauf hineinzog und daraus folgend in einen Aktionismus, der mir nicht gut tut. Ich merke, dass mich der Fokus auf diese Themen innerlich krank macht. Hinzukommt: Ich kann derzeit nicht sehen, dass politisch und gesellschaftlich Maßnahmen ergriffen werden, die die Situation von Frauen und Müttern, die sich aus Gewaltbeziehungen befreien, nachhaltig verbessern. Im Gegenteil.

Die meisten Frauen, die mich inzwischen anschreiben, haben Probleme damit, dass ihnen am Familiengericht oder im Jugendamt nicht geglaubt wird. Ein Riesenthema ist Kindesumgang nach einer Gewaltbeziehung. Mütter werden schon heute im Rahmen von Vergleichen zu Kindesumgang oder gar Wechselmodell mit Vätern gezwungen, die sie und/oder ihre Kinder missbraucht haben. Auch noch schlimmere Fälle höre ich immer häufiger: Dass die Frauen ihre Kinder an diese Täter verlieren. Es kräht nämlich kein Hahn nach ausgeglichenem Kindesumgang mit der Mutter und das „Parental Alienation Syndrome“ ist kein Thema mehr, wenn die Kinder einmal beim Vater sind.

Diesen Frauen kann ich nicht helfen. Ich kann ihnen zwar helfen, mit ihren Gefühlen umzugehen, aber ich kann ihnen nicht juristisch helfen. Und wie krank ist es, wenn man einer eigentlich gesunden Frau beim Umgang mit Ängsten hilft, die ein menschenunwürdiges System verursacht hat? Ich fühle mich verzweifelt und ohnmächtig angesichts dieser Geschichten.

Manche Frauen schrieben mich an und baten mich darum, andere Frauen zu warnen, dass sie sich aus diesem Grund nicht trennen sollen. Lieber misshandeln und schlagen lassen, als die Kinder verlieren, also?

Wie soll ich Frauen/Müttern zu einer Trennung raten, wenn sie danach nicht ausreichend juristisch und finanziell geschützt sind? Für mich ist das der blanke Hohn. Die aktuellen politischen Entwicklungen haben in diesem gesamten Bereich einen riesengroßen, blinden Fleck. Das Ganze ist nichts Neues, wie ich erfahren durfte. Schon seit Anfang der 2000er Jahre – seit den zunehmenden Änderungen des Umgangs- und Unterhaltsrechts zugunsten der Väter – informieren vor allem Frauenverbände und in den USA z.B. auch Männer (Lundy Bancroft, Barry Goldstein) zu diesem Thema. Dieses Phänomen ist nämlich ein weltweites. Hören und sogar danach handeln, will offensichtlich keiner. Die Betroffenen sind oft zu schwach, um sich lauthals zu wehren. Daher kann man sie leicht politisch ignorieren.

Die Seite habe ich vor zwei Jahren ins Leben gerufen, um Mut zu machen, sich aus destruktiven Beziehungen zu befreien. Diese Ermutigung kann ich heute und nach all dem, was ich inzwischen weiß, nicht mehr guten Gewissens vermitteln. Ob Frauen und besonders Mütter sich gut und nachhaltig aus einer Gewaltbeziehung befreien können, ist zunehmend Glückssache. Es hängt von sehr vielen Faktoren ab, z.B. welche Berater sie haben, ob das Jugendamt und das Familiengericht sie unterstützt, wie der Kindsvater sich verhält etc. Auch noch Jahre nach einer Trennung müssen Frauen inzwischen unerwartet mit Sorgerechtsverfahren rechnen, wenn es dem Vater passt. Danach heißen sie dann inzwischen nicht mehr „alleinerziehend“, sondern „getrennterziehend“. Man möchte damit den Vätern in vorauseilendem Gehorsam gerecht werden, die sich nach einer Trennung „gleichberechtigt“ einbringen wollen. Dass daneben ein Großteil alleinerziehender (!) Frauen (!!!) und ihre Kinder immer noch auf Unterhaltsvorschuss wartet, weil der Bundespräsident das Gesetz nicht unterschreibt … geschenkt. Der überwiegenden Anteil der alleinerziehenden Frauen sollen offensichtlich über das bequeme Wort „getrennterziehend“ unsichtbar gemacht werden. Damit folgt die Politik der Väterlobby, die schon seit Jahren diese sprachliche Verdrehung propagiert. Mit der Realität hat das leider recht wenig zu tun.

Ich kann jetzt – wie so einige Frauen – an dieser Front meine Zähne ausbeißen und mich kraftlos kämpfen. Aber: Genau das hält in einem Kreislauf gefangen, den die Täter legen. Ich persönlich habe das Glück, bisher juristisch in Ruhe gelassen zu werden. Mehr als Glück ist das allerdings nicht. Ich helfe keinem damit, immer weiter über diese Themen zu schreiben und daran selbst kaputt zu gehen. Wenn man nämlich einmal tiefer in das Thema einsteigt, ist es, als würde man in einen stockdunklen Keller gehen. Ich möchte wieder Licht sehen. Und ich haben noch meine Familie, meinen Alltag, meinen Job. Insbesondere dafür wird gerade ganz besonders meine Kraft gebraucht.

Derzeit fühle ich mich „leergeschrieben“. Es fühlt sich sinnlos für mich an, weiterzuschreiben. Vielleicht behalte ich die Seite und ändere den Fokus. Derzeit ist aber privat so viel los bei mir, dass wenig Zeit bleibt, über eine Neuausrichtung nachzudenken. Außerdem: Für das Führen so einer Seite wird inneres Feuer gebraucht, das durch eigene Betroffenheit, durch Wut o.ä. angefacht wird. Damit kann ich gerade nicht dienen.

Ich drücke daher vorerst die Pause-Taste und wünsche mir darüberhinaus, dass Texte wie diese als Signal gesehen werden, dass etwas gehörig schief liegt und schief läuft. Sich aus einer Gewaltbeziehung mit Kindern zu befreien ist aus sehr vielen Gründen schwer genug, liebe PolitikerInnen, JugendamtsmitarbeiterInnen, FamilienrichterInnen, GutachterInnen, Verfahrensbeistände usw. Aber wenn der Horror danach institutionell gestärkt weitergeht – von jedem einzelnen von Euch direkt oder indirekt unterstützt über Maßnahmen wie erzwungenes Wechselmodell – tragt Ihr dazu bei, dass der Gewaltkreislauf weitergeht – über Generationen. Und: Eine bindungsgestörte Generation wird sehr, sehr teuer werden.


Bild: pixabay; TBIT

26 Kommentar

  1. Liebe Rona, ich finde sehr mutig, was du schreibst, und kann dich sehr gut verstehen. Um politisch der seit vielen Jahren gut organisierten Vaterrechtsbewegung etwas entgegenzusetzen, bräuchte es eine ähnlich gut organisierte Mutterrechtsbewegung, aber diese ist nicht zu erkennen. Es gibt einzelne (allein erziehende, berufstätige) Aktivistinnen und es gibt Organisationen wie den Verband Familienarbeit e.V., die an unterschiedlichen Strängen eines Seils ziehen, das verbunden sein sollte. Seit Jahren werden die Rechte von (nicht berufstätigen) Müttern abgebaut, was die strukturellen Bedingungen für jede Form von Gewalt gegen Frauen begünstigt. Mein Vorschlag: Lass uns das Gefühl von Erschöpfung und Ratlosigkeit nutzen, um uns zusammen zu tun, nicht nur virtuell und ideell, sondern organisatorisch, in Form eines gemeinnützigen Vereins, der Gelder akquiriert, um politisch und praktisch zu wirken für eine Welt ohne Gewalt in Beziehungen und Familien. Ich grüße dich herzlich, Katharina

    • Ich schlage vor, dass alle, die sich nach dem Zusammenschluss in einem Verein/Verband sehnen, bestehende Verbandsstrukturen nutzen. Es gibt schon seit 50 Jahren den Verband allein erziehender Mütter und Väter e.V.. Dieser Verein hat gute Beziehungen in die Politik. Allerdings hapert es an der Öffentlichkeitsarbeit und es könnte mehr jüngere, aktive Mitglieder geben, um aktuelle Themen zu setzen. Daneben gibt es noch Terre des Femmes, die schon seit vielen Jahren aktiv gegen Gewalt an Frauen sind. Auch da bin ich Mitglied. Daher: Ich würde keinen neuen Verein gründen, sondern in einen bestehenden Verein eintreten.

      • Vielen Dank für dein Feedback, liebe Rona, und den Tipp, dem VAMV beizutreten. Ich bin der Ansicht, dass die strukturelle finanzielle Gewalt, die ich als Mutter dreier Kinder – und nicht erst als Alleinerziehende – erlebe, sich gegen alle Menschen richtet, die Familienarbeit leisten oder unterstützen. Auch Hausfrauen und Trennungsväter werden finanziell diskriminiert. Die einzelnen Mitglieder von (Trennungsväter-)Familien gegeneinander auszuspielen, hilft vor allem nicht all den Kindern, die von Trennung und (Familien-)Armut betroffen sind und ihre Eltern ganz besonders brauchen. Weil ich das so sehe, werde ich mich wohl von dem Spezialthema finanzieller Gewalt in Beziehungen verabschieden und dem Verband Familienarbeit e. V. beitreten, um mich für eine Welt zu engagieren, in der Kinder nicht wegorganisiert werden müssen, damit ihre (erwerbstätigen) Eltern sich als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft fühlen können. Ich habe alle Modelle durchlebt: verheiratete Familienfrau, vollzeitberufstätige Alleinerziehende. Meine Kinder haben die Zeit, die ich für Sie hatte, genossen, auch wenn es in Hinblick auf meine berufliche Entwicklung töricht von mir war sie Ihnen zu schenken. Freiheit heißt für mich die Wahl zwischen Lebensmodellen zu haben und ich wünsche mir und allen Familien, dass sie auch dann vom Staat finanziell fair behandelt werden, wenn sie (gesellschaftlich notwendige) Familienarbeit leisten. Die Beschränkung des Augenmerks auf die Situation Alleinerziehender kann ich nachvollziehen. Mein politisches Engagement möchte ich anders aufstellen. Ich Danke dir, dass du hier Wegbegleiterin warst, und wünsche dir alles Gute für dich und deine wunderbare, hilfreiche Website. Katharina

  2. Das kann ich alles sehr gut nachvollziehen. Gute Erholung.

    Du solltest trotzdem deinen Blog erhalten, für später mal, wenn du wieder Lust hast was zu schreiben, und auch weil irgendwann mal jemand vorbei kommen wird der dich ganz dringend braucht, dich und deinen Rat. Wie damit Geld machen? Du musst dein Coaching vielleicht weiter raus tragen.

    Deine Arbeit ist sicherlich nicht sinnlos, aber Lösungen hat glaube ich keine von uns. Wir alle tragen nur Steinchen ab.. aber wie heisst es doch, steter Tropfen höhlt den Stein..

    Ich habe mich – gründlich wie ich bin – eher an die tieferen politischen Hintergründe gewagt, und mich ereilte es ganz ähnlich. Über Neo-Liberalismus, menschenfeindliche Technisierung, Rechtspopulismus, dunkelste Internetkultur, Troll & Täterkultur, organisierte narzistische Männerrache – kann man nur so viel schreiben ohne in der Isolation des Internets kaputt zu gehen. Klar ist das irgendwie gewollt von denen die diese Kultur anzettelten..

    Und ganz duster ist es nicht. Immerhin gibt hat die Bundesregierung mit ein paar Angeboten angefangen.. ob es reicht.. who knows.

    Besos! 🙂

    • Liebe Roya, der Blog bleibt bestehen. Und ich bin auch nach wie vor für Alleinerziehende aktiv, z.B. im VAMV NRW im Aufsichtsrat. 😉

  3. Menno – du hättest doch kommendes Jahr den #EmotionAward gewinnen sollen!

    Und ernsthaft: Schade, aber sehr verständlich. Danke für deine Arbeit, und du hast ein wertvolles Archiv an Wissen geschaffen. Vielleicht, hoffentlich, ist das ja wirklich nur eine Pause bei dir.

    Alles Liebe, Christine

    • Danke, liebe Christine. Solche Themen wie meine gewinnen aus gutem Grund keinen Award. Die Seite werde ich weiter halten. Wie ich weitermachen werde … ich weiß es noch nicht.

  4. Liebe Rona,
    ich kann Dich so gut verstehen!! Es ist so „aussichtslos“, die Gesetze und die Gesellschaft ändern sich viel zu langsam, gemessen an der Kraft, der Zeit, der Energie, die wir in diese Änderung hinein stecken. Das Problem, und das erlebe ich an anderen Stellen auch, ist dass die alleinerziehenden Mütter in der Regel einfach weniger Zeit für die politische Arbeit (und für alles andere!) zur Verfügung haben denn die „gemeinsamerziehenden“ (aber nur jedes 2. Wochenende) betreuenden Väter. Frau kämpft schlicht mit geringeren Ressourcen.

    Du warst und bist für mich eine kontinuierliche Quelle der Kraft, der Inspiration, des Mutes! Ich habe gefühlt alle Deine Texte gelesen, viele davon mehrfach. „Aussichtslos“ heißt also an der Stelle ganz sicher nicht „sinnlos“. Wenn Du dabei hilfst, betroffenen Frauen den Rücken zu stärken, dann hast Du schon ganz viel bewirkt. Das war vllt. nicht sichtbar, aber ganz sicher weder aussichtslos noch sinnlos. Jede einzelne Frau, die Deine Kraft genutzt hat, für einen weiteren Schritt, auf Deinem Verständnis aufgebaut und etwas für sich umgesetzt hat, ist ein (winzig kleiner, aber notwendiger) Schritt in die richtige Richtung.
    So aussichtslos unerreichbar der Gipfel des Berges sein mag: wenn Du zurück blickst, wirst Du vielleicht die vielen kleinen Schritte sehen, die mit Dir und durch Deine Beiträge gegangen sind.
    Ich wünsche Dir, dass Dich diese Erkenntnis nährt! Vielen lieben Dank für alles, was Du für mich und uns alle getan hast!
    Alles Liebe und Gute
    Monica

  5. Liebe Rona.

    Auch ich möchte Dir sagen, wie wertvoll und unterstützend Deine Arbeit ist.

    Aber auch, dass ich Deine Beweggründe sehr gut nachvollziehen kann, dieses „Abrackern“ im Ehrenamt kenne ich selber sehr gut und auch das Gefühl, dass man tut und tut… und nicht wirklich viel erreichen kann.
    Zudem, das habe ich persönlich erlebt, kam bei mir dazu, dass ich aufgrund einiger öffentlicher Publikationen in zwei Frauenzeitschriften und der Publikation eines Fachbuchs regelrecht (von anderen Frauen!) denunziert wurde, ich würde damit ein „riesen Geld“ verdienen, ich würde gemeinsame Sache mit Redaktionen machen, um mich persönlich zu profilieren und darüber zu profitieren.
    Davon ist nichts wahr. Wird aber gerne weiter verbreitet:-(.

    Auf Facebook wollte ich eigentlich eine Gruppe zum Thema „Destruktive Beziehungen“ gründen, dachte auch an einen Blog auf meiner eigenen Homepage.
    Alles das werde ich nicht machen. Und das, genau aus den Gründen, die Du schilderst.

    Im „schmalen Rahmen“ werde ich weiter betroffene Menschen unterstützen, die in Destruktive Beziehungen gegangen sind und raus wollen, aber mittlerweile suche ich mir diese Menschen sehr genau aus.
    Auch meine Kräfte sind begrenzt.

    Fühle Dich solidarisch umarmt, ich habe Dich immer wieder weiter empfohlen und die Reaktionen waren ausschließlich positiv. Auch, wenn es Dir nicht so vorkommt, Du hast und bewegst eine Menge von Menschen, Du hilfst.

    Ich sage: DANKE! Auch dafür, dass wir uns „begegneten“ und hoffentlich auch weiter im Kontakt bleiben.

    Take care und viele liebe Grüße von

    Silke

    • Danke, liebe Silke. Die Seite wird es weiter geben. Ich werde mir aber sehr genau überlegen, wie ich sie weiterführen werde. Und ich schreibe nur weiter, wenn ich wirklich den Impuls dazu habe. Wenn ich mich aufopfere, hilft das keinem.

  6. Liebe Rona,

    schon lange möchte ich mich bei Dir für deine wunderbar klaren und lebensklugen Texte bedanken. Über die 1000 Ecken der feministischen Internetfilterbubble bin ich vor gut einem Jahr auf deine Seite gekommen und obwohl ich als kinderloser Langzeitsingle aus Überzeugung von dem Thema nicht konkret betroffen bin, bin ich hier hängen geblieben und habe aus Deinen Texten immer viel mitgenommen. Es ist maßgeblich dieser Seite zu verdanken, dass ich mich getraut habe, eine toxische (platonische Frauen-) Freundschaft nicht länger am Leben zu erhalten und auch das übergriffige Verhalten des Partners einer Kollegin bezeichne ich jetzt klar als solches, wenn ich Zeuge ihrer “Beziehungsprobleme“ werde- hoffentlich geht sie eines Tages den Schritt sich zu trennen (keine Kinder). Meine Unterstützung hat sie und das weiss sie. Ohne Deine Website wäre mir nie aufgefallen, dass die Beziehung nicht von Liebe, sondern Machtstreben bestimmt wird. Ja, das ist wenig. Ja, die Marginalisierung von Care-Arbeit unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung ist himmelschreiendes Unrecht. Aber zumindest für mich ganz persönlich hat Deine Arbeit viel bewirkt.

    Danke für alles! Auch und vor allem, dass Du Dich dem Diktat der weiblichen Aufopferung für das Wohl anderer entziehst und Dein Wohlergehen vorgehen lässt.

  7. Ich fand Deine Seite ebenfalls sehr, sehr wichtig und ich wünsche mir ebenfalls, dass Du sie im Internet stehen lässt. Es ist allzu verständlich, dass ein sehr wichtiger Kampf nicht dazu führen darf, dass Dein Leben unter die Räder gerät. Darf ich meine Leser mit einem Link auf diesen Beitrag aufmerksam machen?

  8. Ich verstehe dich gut. Manchmal kann man sich eben auch nur eine begrenzte Zeit mit einem Thema befassen. Aber denk nicht, dass du nichts bewirkt hast. Viele Anregungen werden von anderen aufgenommen und weitergetragen.
    Ich habe auch schon Anregungen weitergetragen, einmal sogar durch einen glücklichen beruflichen Zufall an recht prominenter Stelle..
    Alles gute für dich.

  9. Liebe Rona,
    schade! Aber ich kann es gut verstehen! Man kann anderen nur helfen, wenn es einem gut geht. Und das ist bei diesem kaputten System alles andere als einfach, selber gesund zu bleiben, wenn man etwas bewegen und helfen will. Du hast so vielen geholfen, so viel geleistet! Dafür ganz, ganz lieben Dank! Und alles Gute und Liebe für dich und deine Familie! LG, Marisa Gernth

  10. Liebe Rona,
    ich habe gerade das Bild von einem Staffellauf. Du legst den Stab beiseite und andere Frauen werden ihn weitertragen. Manche Aufgaben sind so herausfordernd, dass wir sie nur eine Weile tragen können. Und nur, weil du das so besonders gut kannst, heißt es nicht, dass du es weiterhin machen musst. Auch darin kannst du ein Vorbild sein: Für dich zu sorgen. Dich selber wichtig zu nehmen.
    Ich danke dir für das, was du auf dich genommen hast und für die wertvolle Arbeit, die du für uns alle getan hast!

    In Verbundenheit, Hanna

  11. Liebe Rona,
    ich wünsche Dir für Deinen Weg viel Kraft. Danke für die vielen wertvollen Artikel, die Du geschrieben hast. Ich denke, auch wenn manches vielleicht irgendwie im Augenblick hoffnungslos erscheint, es dennoch gut war, dass Du dieses Projekt und Deine Unterstützung angeboten hast.
    Sorge gut für Dich LG Andrea

  12. Liebe Rona!

    Ich möchte mich für diesen tollen Blog bedanken und für die vielen wertvollen Artikel. Viele davon habe ich mehrfach, immer mal wieder gelesen („vergeben beenden“ zum Beispiel ist ein großartiger Ansatz!).

    Ich verstehe deinen Frust und dass so ein Projekt unendlich anstrengend ist – umsonst war es sicher nicht! Lauffeuermäßig wissen einige Familienmitglieder und Freundinnen jetzt mehr über Beziehungsgewalt und ich habe gute Argumente im Repertoire, um für die Sache einzustehen!
    Danke für dein Engagement. Und für den Tipp mit dem VAMV.

    Alles Gute für dich, Rona. Ich kenne dich zwar nicht persönlich, aber deine Worte waren mir eine treue Freundin 🙂

    Mareike
    PS. Ich würde dir den Award geben!!!

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